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Was ist XML?
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1996 begann das W3-Konsortium, an der Extensible Markup Language XML zu arbeiten. Als im Herbst 1997 der Internet Explorer 4 herauskam, unterstützte dieser im begrenztem Umfang XML. Anfang 1998 wurde XML zum offiziellen Standard des W3-Konsortiums erhoben und liegt derzeit in der Version 1.0 vor. Der "Chefentwickler" von XML ist der Kanadier Tim Bray. Es dauerte noch knapp ein Jahr, bis mit dem Internet Explorer 5 der erste Web-Browser herauskam, der das standardisierte XML unterstützte. Die Versionen 5.5 und 6 verstehen natürlich auch XML. Der Netscaspe-6-Browser unterstützt XML, ebenso wie der aus Norwegen stammende Browser Opera (ab Version 4). Unter LINUX/KDE verbreitet ist Konquerer, der ebenfalls XML versteht...
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Mit XML beginnt eine neue Form von Web-Sprachen. XML eröffnet die Basis für weitere Sprachen, die mit XML erstellt werden. Der Schlüssel dazu ist die Fähigkeit von XML, eigene Tags und Attribute selbst definieren und nutzen zu können. Dadurch kann das statische HTML nicht nur erweitert, sondern auch durchbrochen werden.
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XML und HTML
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Zwischen HTML und XML besteht ein grosser Unterschied. In diesem Abschnitt möchte ich die wichtigsten Unterschiede deutlich hervorheben:
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1. Mit XML können Sie eigene Tags definieren, die Daten speichern können. Beispielsweise ist in XML folgende Befehlszeile möglich:
<Datensatz>
<Name>Michael Seeboerger-Weichselbaum</Name>
</Datensatz>
Innerhalb von XML sind hier zwei Tags definiert (Datensatz und Name), die in HTML natürlich nicht vorhanden sind. Das Tag Name speichert einen Text, der für beispielsweise für eine Datenbank verwendet werden kann.
2. Mit XML können Sie zu jedem selbst definierten Tag auch ein Attribut selbst definieren. In HTML finden Sie beispielsweise das Tag <IMG SRC="tomate.gif">, das ein Grafikbild einbindet. SRC ist ein sogenanntes Attribut, das den Dateinamen enthält. Derartige Attribute können Sie mit XML selbst erstellen und auswerten. Beispielsweise:
<Datensatz typ="Privat">
<Name>Michael Seeboerger-Weichselbaum</Name>
</Datensatz>
In diesem Beispiel wurde das Tag Datensatz mit dem Attribut typ versehen. Es gibt an, ob es sich um eine private oder um eine geschäftliche Adresse handelt.
3. Im Unterschied zu HTML kann XML viele neue Tags und Attribut definieren. Die Anzahl der Tags ist in XML nicht begrenzt. Bei HTML gibt es eine bestimmte Anzahl von Tags und Attributen, die verwendet werden dürfen. Nur Tags, die Bestandteil der HTML-Spezifikation des W3-Konsortiums sind, sind einsetzbar. Dadurch wird HTML sehr statisch, während XML beliebig erweitert werden kann.
4. XML lässt sich für viele Anwendungen im Internet einsetzen: als Datenbank, als Dokumenten-Management, oder auch als Verwaltung von Einträgen, Listen usw.
5. Mit XML trennt zwischen den Daten und der Darstellung der Daten im Browser. Während bei HTML beides eng zusammen hing, ist XML nur für die Strukturierung der Daten zuständig. Die Ausgabe wird über XSL - die Extensible Stylesheet Langauge - realisiert, die auch in diesem Buch vorgestellt wird.
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Was XML nicht ist...
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Wenn Sie nun denken, das Sie sich Ihren eigenen Tag definieren können (z.B. Ganzgross), der im Web-Browser einen Text in einem bestimmten Font, Farbe und Punktgröße ausgibt, dann müssen Sie beachten, das dies nicht die Aufgabe von XML ist:
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1. XML soll HTML nicht ersetzen, sondern erweitern. HTML hat sich bewährt und es ist nicht sinnvoll, beispielsweise zu den Tags H1 bis H6 noch einen weiteren Tag zu definieren, der eine Überschrift ausgibt. Es macht keinen Sinn, bestehende HTML-Tags durch neue XML-Tags auszutauschen.
2. XML strukturiert nur die konkreten Inhalte (Texte, Grafiken, Sounds usw.). Die Ausgabe dieser Inhalte übernimmt XSL. Dazu können innerhalb von XSL bestehende HTML-Tags genutzt oder die Cascading Style Sheets eingesetzt werden.
3. Im Gegensatz zu HTML achtet XML sehr genau auf die Syntax. Sie werden dies im Laufe des Buches noch sehr genau sehen. Stößt ein Web-Browser innerhalb einer HTML-Datei beispielsweise auf das Tag Datensatz, ignoriert dieser Browser einfach das Tag. XML geht anders mit dem Tag um - ist er richtig definiert, wird der Inhalt vom Browser verarbeitet und eventuell über XSL abgezeigt.
4. Der Entwickleraufwand von Web-Seiten in XML erhöht sich, als wenn Sie die Seiten in HTML schreiben würden. Der Grund liegt darin, das die Inhalte in XML logisch strukturiert und die Ausgaben dieser Inhalte über XSL programmiert werden müssen. Für eine Web-Seite wären dann schon zwei Dateien (je für XML und XSL) notwendig. Oftmals kommt noch eine dritte Datei hinzu, in der die Tags definiert werden.
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Wie in XML geschrieben wird, können Sie in den Leseproben aus dem Buch "XML - Das Einsteigerseminar" entnehmen:
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Erste Schritte mit XML
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